Flugshow der Royal Danish Air Force in Skrydstrup

27. Juni 2010 | 75 x gelesen.

Bei wirklich allerbestem Wetter sind wir losgezogen, um uns eine militär Flugshow mit vielen Vorführungen anzuschauen. Vorführungen am Boden und eben auch in der Luft. Ca 150000 Menschen hatte es bei den sommerlichen Temperaturen zum Militärflughafen Skrydstrup bei Vojens gezogen, wir hatten Glück das wir aus dem Südwesten angereist waren und nicht wie die meisten Dänen über die Autobahn, wo laut Sprecher ab Kolding ca. 25  km Stau und eine Fahrzeit bzw. Wartezeit von 5 Stunden herrschte. Die Organisatoren hatten wie bei früheren Flugshows mit 75000 bis maximal 100000 Besuchern gerechnet, dementsprechend unorganisiert und pannenbehaftet lief es mit der An- und Abreise. Nur eine einzige Zufahrt ist da wohl etwas wenig für Busse, Autos, Motorräder, Fahrräder und Fussgänger liebe Militärverkehrsexperten…

Eröffnen sollte das Regentenpaar die Veranstaltung eigentlich um 10 Uhr, aber durch eine Fahrzeugpanne am Krone 1 Wagen, die durch ein Polizeibegleiter behoben werden konnte, und sich der Pilot des Helikopters, der das Regentenpaar einfliegen sollte, wohl leicht in der Abholadresse bei Aarösund verflogen hatte und an einem falschen Ort gewartet hatte. Kurz nach 10 Uhr wurde die dänische Königin mit dem Prinzgemahlen von hohen Militärs begrüßt und zu einem Rundgang begleitet. Wir standen zwar nur ca. 5 Meter von den Royalen entfernt, aber die Chance auf ein Bild der Königin habe ich nicht bekommen. Zu sehen gab es am Boden und in der Luft Helikopter & Flugzeuge, die die letzten 60 Jahre der Royal Danish Air Force geprägt haben. Raketen, Feuerwehr, Tankfahrzeuge und was sonst noch nötig ist zum Betrieb eines Militärflughafen konnte ebenfalls besichtigt werden. Die vielen zahlreichen Helfer und Pfadfinder die Getränke, Hotdogs und andere Erfrischungen verkauften, waren auch hoffnunglos überfordert mit den Menschenmassen, so das sich überall sehr lange Warteschlangen bildeten. Wir haben noch nie zuvor 30 Minuten an einem Dixi-Klo angestanden…

An Flugvorführungen gab es einiges zu bewundern und ein volles Programm, welches durch Einzelflugdisplay einer Dänischen F16 eröffnet und auch beendet wurden. Auch die belgische und niederländische Luftwaffe war mit einer Singelshow der F16 vertreten, schade das die deutsche Luftwaffe nicht den neuen Eurofighter in der Luft vorführte. Unter anderem gab es noch Flugdemonstrationen von: SAAB B-17C, Percival Proctor, PBY-5A Catalina, Spitfire, Boeing B-17G Flying Fortress ”Sally B”, 4 x Chipmunk Chip Chaps, Meteor NF 11, DC-3/C-47A, Hawker Hunter, F-86A Sabre, Baby Blue 4 x T-17, Royal Air Force Hawk T1, C-130J Hercules, Royal Air Force BBMF Dakota, AS-39C Gripen, YAK-55M Daniel Ryfa – Europameister im Kunstflug, Royal Air Force Harrier Senkkrechtstart, French Air Force Alpha Jet, Air Combat Europe 2 x SF260 im Simulierten Luftkampf, 4 x BAC strikemaster TEAM VIPER und auch die hier Typischen Rettungshelikopter Sikorsky S-61 & EH101.

Die Air Power Demo, die den Kampf in Kriegsgebieten des Heeres mit Luftunterstützung zeigen sollte, dauerte ca. 25 Minuten und war recht interessant mit anzusehen. Imposant ist schon, welche Flugmanöver Helikopter und Kampfflugzeuge ausführen können, ohne wie ein Stein vom Himmel zu fallen. Gestartet wurde die Aktion durch den Start 17 dänischer F16 Kampfflugzeuge. Hubschrauber ließen Bodentruppen abseilen und aus einem Transportflugzeug sprangen noch Fallschirmjäger ab.  Dann folgte ein Kampf von “Bösewichten” gegen Soldaten, welche dann von Bodentruppen, Helikoptern und zuletzt durch gezielten Bombenabwurf der F16 niedergeschlagen wurde. Daraufhin folgte noch eine Rettungsaktion und Aufnahme der Bodentruppen samt Fahrzeuge durch eine C130. Beendet wurde das ganze durch die Landung der 17 F16. Jedenfalls wissen wir jetzt, wenn man nicht von den Waffen getötet wird, dann bringt ein der unglaubliche Lärm einer in 200 Meter Entfernung startenden F16 mit Nachbrenner um, die direkt nach dem Abheben unmittelbar vor uns in den senkrechten Steigflug bis 8000 Metern Höhe ging – laut Sprecher.

Die Amerikaner waren mit recht vielen Flugzeugen dort, die man auch zum Teil von drinnen sich angucken konnte und einigen Besatzungsmitgliedern auch ruhig allgemeine Fragen stellen durfte. Sofern man den amerikanischen Dialekt gut verstand. Schön war ebenso, das bei den meisten ausgestellten Flugzeugen aus vielen europäischen Ländern einige Besatzungsmitgliedern nervenden Fragen ausdauernd Rede und Antwort standen. Im großen und ganzen, wenn man nicht ewig im gut Organisierten Strassenverkehrschaos unterging, eine recht gute und Interessante Veranstaltung.

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